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Jahresrückblick FC Turgi

Viel ist passiert im letzten Jahr und wir möchten das vergangene mit euch kurz Revue passieren lassen und vielleicht den einen oder anderen Moment nochmals aufleben lassen. Ich möchte das Jahr gerne mit einem guten Fussballspiel vergleichen. Nicht mit irgend einem Spiel: Es war das Finalspiel!

 

Wir sind im 2019 aufgelaufen um das langersehnte Finale zu spielen: das 100-jährige Bestehen unseres Vereins. Darauf haben wir lange und intensiv hin gearbeitet. Wir haben die Gruppenphase gespielt und mit der ersten Abstimmung der Gemeinden Turgi, Untersiggenthal und Gebenstorf auch gewonnen. Die Viertelfinals mit den Einsprachen bei den Gemeinden haben wir ebenso souverän gewonnen, wie die Halbfinals vor dem Regierungsrat. Natürlich haben wir die eine oder andere Niederlage einstecken müssen und sind auch ab und zu als Verlierer vom Platz. Aber schlussendlich haben wir das Finale erreicht. Die Gerüchte sagen, dass die ersten Qualispiele für dieses Finale schon in den 80er Jahre des letzten Jahrtausends stattgefunden haben. Auf jedenfall haben wir nun im 2019 das Finale gespielt. Zwar mussten wir auch hier nochmals das VAR in Anspruch nehmen und nochmals eine Zusatzschlaufe über die Gemeinde Turgi nehmen. Aber auch diese Entscheidung war schlussendlich eindeutig und so haben wir dann das Finale im 2019 hochverdient gewonnen und konnten zusammen mit dem 100-jährigen Bestehen den Bau unserer neuen Infrastruktur beginnen.  

Das Finalspiel selber war spannend, nervenaufreibend, manchmal auch enttäuschend und doch immer mit dem Fokus auf den Sieg. Schon das Einlaufen im Frühling war spektakulär. Zusammen mit den 3 Schiedsrichtern, vertreten durch die Gemeinden Turgi, Untersiggenthal und Gebenstorf, begleitet von grossen Schaufelbaggern und mitten auf einer grünen Wiese haben wir den Spatenstich für den neuen Platz angesetzt. Die erste Halbzeit war dann geprägt durch taktische Massnahmen und viel Kampf. Schnell hat sich herausgestellt, dass wir auf der rechten Seite hochüberlegen sind und so konnten wir über rechts dann auch das 1:0 schiessen, was den Aufstieg der 2ten Mannschaft in die 4. Liga bedeutete. Leider lief es über Links nicht ganz so astrein und wir haben dann auch kurz vor der Pause ein sehr unglückliches Gegentor erhalten. Quasi mit dem Pausenpfiff oder mit dem letzten Spiel der Saison ist die 1. Mannschaft leider aus der 3. Liga abgestiegen. Senioren und Damen haben solide auf Ballhalten oder auch mal ein gepflegtes TikiTaki gespielt und damit weder ein Tor geschossen, noch eins bekommen.  

Einer der Höhepunkte im Finalspiel war natürlich die Pausenshow. Jeder Superbowl-Besucher wäre neidisch gewesen auf unser 100-Jahr Fest. 3 Tage Jubel, Trubel, Heiterkeit. Pausenspiele wie Völkerball, die Junioren zeigten ihr Können, ehemalige, verdiente Vereinsmitglieder tanzten mit den Cheerleadern und als Hauptakt war Melanie Oesch mit ihrer Band auf dem Platz und hat für Stimmung gesorgt. Die beste Pausenshow aller Zeiten endete dann mit dem Supergame, das wie jedes Jahr nur Gewinner hervorgerufen hat.  

Auf zur zweiten Halbzeit. Neben den Spielern war nun plötzlich der Platzwart in Form des Projektteams-Oberau im Fokus. Überall musste etwas getan werden und viele halfen mit. Vom Torhüter über die Spieler, die Schiedrichter und gerüchtehalber wurden sogar Mitglieder vom Vorstand auf dem Platz gesichtet. Es ist aber nicht überliefert, ob das nicht nur Flitzer waren, die auf den schnellen Ruhm aus waren. Jedenfalls läuft der Bau des Sportplatzes Oberau auf Hochtouren und wer möchte, kann sich gerne einen Augenschein auf der Baustelle nehmen. Die Ausmasse sind schon gut ersichtlich und aktuell werden die Wände des Clublokals hochgezogen. Natürlich wurde auch Fussball gespielt. In der Pause und auch im Laufe des Spiels wurde auf allen Positionen fleissig gewechselt. Insgesamt haben wir im auslaufenden Jahr 26 Aktivspieler neu im Verein und 20 Spieler mussten ausgewechselt werden, weil sie den Verein verlassen haben. Aber nicht nur bei den aktiven Fussballern, auch bei den Ballboys und -mädchen gab es Wechsel. So haben wir bei den Junioren in der Summe 21 Spieler oder Spielerinnen mehr in unserem Verein. Das hat dazu geführt, dass in der 2ten Halbzeit ganze Mannschaftsteile neu eingewechselt werden konnten. Mit den A-Junioren und den FF19 Juniorinnen haben wir einen weiteren Schritt in eine durchgehende Juniorenabteilung gemacht. Leider wurden dann die FF19 Juniorinnen etwas vom Tempo überfahren und so mussten wir sie gegen Ende der zweiten Halbzeit wieder auswechseln. Sie werden jetzt fleissig trainieren und hoffentlich für die zweite Halbzeit im 2020 wieder bereit sein. Das Spiel der zweiten Halbzeit war dann wieder kaum zu überbieten an Spannung, Nervenkitzel, Kampf und vielen tollen Szenen. Überflügelt wurden dieses allerdings von den C Junioren im Mittelfeld. Die haben Tor um Tor geschossen und sind ohne Verlustpunkt, mit 33 Punkten aus 11 Spielen und einen Torverhältnis von 91:18 souverän in die 2te Stärkeklasse aufgestiegen.  

Natürlich wollen wir auch nicht vergessen, dass dieses Superfinale nur möglich ist, dank all den Helfern, die im Stadion Essen und Trinken verkaufen. Ohne ihren Einsatz könnte es sich der FC Turgi gar nicht leisten, überhaupt in diesem Finale zu spielen. Wir danken all den Arbeitern rund ums Stadion: dem OK vom Karl Hofer Turnier, dem OK der Spaghettata, dem Projektteam des Projektes Oberau, dem OK des 100-Jährigen und allen anderen die unermüdlich für den Verein arbeiten.  

Gary Lineker hat mal gesagt: Fussball ist ein Spiel, bei dem 22 Spieler hinter einem Ball herjagen und am Ende gewinnt immer Deutschland. Ich finde da hat er sich geirrt. Im 2019 hat zwar Deutschland sicher auch etwas gewonnen (wer weiss das schon?), aber der wahre Sieger ist ohne Zweifel der FC Turgi.  

In diesem Sinne, wünscht der Vorstand euch und euren Liebsten eine schöne, besinnliche und ruhige Weihnachtszeit und wir freuen uns auf das nächste Finale auf der Oberau.  

Der Vorstand